Sonne



Solarenergie

Wo die Sonne scheint, darf die Solarenergie nicht fehlen, auch wenn der Sprung vom Drei-Steine-Ofen ins Solarzeitalter gar nicht so einfach ist, wie man sich das in Europa denkt - und hier is man auch noch nicht wirklich im "Solarzeitalter" angekommen.



Am einfachsten wäre das Kochen natürlich mit den ULOG-Holzkisten, weil die auch in Afrika im Prinzip jeder Schreiner bauen kann, aber: dafür müßte man wirklich bereit sein, auch mittags zu essen, oder man müßte lernen, die Speisen zuzubereiten und die Warmhaltefunktion ohne allzugroße Nährstoffverluste nutzen. Vor allem müßten die Frauen so einiges anders machen - und man benötigte Zeit und Geduld, bis das Essen gar ist. Mit dem Drei-Steine-Ofen geht's wesentlich schneller, dafür benötigt der viel mehr Zeit vorher - zum Holzsuchen. Wenigstens das entfällt hier...


Zumindest eleganter ist schon der SK14, ein Parabol-Sonnenkocher: Hier auf der Messe von Kaduna, von DARE prasentiert. In spätestens einer halben Stunde kocht das Wasser - vorausgesetzt die Sonne scheint. Aber Kochen mit dem SK14 ist schon eine Kunst für sich - und nicht jede Hausfrau ist so avantgardistisch in Afrika und stellt sich jeden Tag damit vor die Hütte. Ganz abgesehen vom Preis: Für die meisten Afrikaner immer noch Luxus...



Aber wenn Frau Habiba Ahmed hier in Nigeria kocht - und zwar "Amala", ein lokales Maniokgericht, dann staunen alle. Doch sie muß aufpassen, daß sie nicht geblendet wird...





Da ist natürlich der "Papillon" noch eleganter. Hier kann die Hausfrau - wie zwischen den Flügeln eines "Schmetterlings" - stehen und rühren - und der Ofen hat auch noch Räder, ist also mobil. Die ganze Nachbarschaft könnte der Reihe nach kochen...



Und auch der Mann - hier Yahaya Ahmed - versucht's mal, wenigstens mit Wasser...
Der Papillon wird derzeit in Burkina Faso in einer Werkstatt gebaut. Die Frauen dort finden ihn ausgesprochen schick und nützlich. Aber deswegen den heimischen Ofen aufgeben? Das geht doch nicht so schnell...



Doch der "Clou" in Nigeria ist die "Solar-Power-Box" - in einer Düsseldorfer Berufsschule sozusagen "erfunden" - und jetzt in Nigeria im Einsatz. Sündhaft teuer - für nigerianische Verhältnisse, aber damit hat man auch Strom wenn das öffentliche Netz nichts liefert - was oft so ist.

Die Solarpowerbox wurde in Zusammenarbeit mit dem Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf, entwickelt. Dort wird auf einer Webseite über das Projekt berichtet.

Hierzu gibt's inzwischen auch eine Gebrauchsanleitung auf englisch. (pdf, 881,2 kb)

Viele weitere Ideen zur Solarenergie finden sich auf der Website Solarenergie für Afrika